Kapelle "St. Martin"

Frühjahr 2012 - Was sich seit ihrer Einweihung tat ...

Die Kapelle, verschlossen mit einer 3 cm dicken Holztür, befindet sich jetzt im März noch „außer Betrieb“. Der besonders hohe Schnee in diesem Winter hat sie zeitweilig eingehüllt, dürfte ihr aber keinen Schaden zugefügt haben. Im Frühsommer, mit der Hüttenöffnung, wird sie dann wieder ein Ort der Stille und Besinnung für manchen Bergsteiger sein. Sicher wird sich manches  Sektionsmitglied und auch mancher Talbewohner vorgenommen haben, die Hütte nebst neuer Kapelle in der kommenden  Saison aufzusuchen. Es war ja vergangenes Jahr nur noch eine kurze Zeitspanne gewesen zwischen der eindrucksvollen  Einweihungsfeier am 3. September und der Hüttenschließung  Mitte September. So konnten sich nur wenige die Kapelle mit der schönen Holzplastik des St. Martin anschauen.

Ihr Schöpfer, der Bergführer, Bergmaler und Bildhauer Isidor Eiter aus Tieflehn im Pitztal hat nur etwa zwei Wochen nach der Einweihung, bei der er zugegen war, einen schweren Bergunfall erlitten. Bei einer Führungstour am Piz Palü in Graubünden ist er abgestürzt und hat viele Wochen im Krankenhaus in der Schweiz und in Tirol gelegen. Die Unterzeichner und natürlich auch der Sektionsvorstand haben ihm gute Genesungswünsche geschickt, über die er sich sehr gefreut hat. Wir tun dies auch nochmals an dieser Stelle, denn so ganz auf dem Posten ist er immer noch nicht. Aber – kleinere Bergtouren will er wieder unternehmen und uns auch noch ein Kniebänkchen für die Kapelle bauen!

Eine weitere gute Nachricht ist, dass die Kapelle dank des hohen Spendenzugangs noch im Jahre 2011 bezahlt ist. Mit dem Schatzmeister - er hat das Bauwerk inzwischen auch buchhalterisch dem Gebäudebestand Kaunergrathütte zugeführt (aktiviert)  - ist vereinbart, das Spendenkonto bei der Genobank Mainz weiter zu führen, da auch in Zukunft Spenden (z.B. Kollekten bei Bergmessen/-gottesdiensten oder Einlagen in die Spendenbox auf der Hütte) erwartet werden dürfen. Diese werden angespart und können für Blumenschmuck, die evtl. Ergänzung der Ausstattung oder Reparaturen verwendet werden.

Allen Spenderinnen und Spendern danken wir ganz herzlich – ohne Sie/Euch hätte das Projekt nicht verwirklicht werden können! Und wir hoffen, dass wir auch die Skeptiker von dem guten Zweck, den es erfüllt, überzeugt haben.

Zum Schluss soll auch der Brief wieder gegeben werden, den unser langjähriger "Alpenvereinspfarrer" Pfr. i.R. Heiner Fleckenstein - er hatte im Jahre 2007 die Idee, die Kapelle unter das Patronat des Hl. Martin zu stellen - am 23.08.2011 schrieb:

Sehr geehrter Herr Lennartz, lieber Bergfreund Rolf!

Vielen herzlichen Dank für die lb. Zeilen. Am 3. September werde ich – mit dem Herzen – auf der Kaunergrathütte sein. Ich gratuliere der Sektion und freue mich natürlich ganz besonders, dass die Wegkapelle mit dem Schutzpatron St. Martin Wirklichkeit geworden ist. Ein Traum geht tatsächlich in Erfüllung. Aus der Ferne wird auch mein Segen dabei sein. Besonders freut mich natürlich das Grußwort des Mainzer Bischofs Karl Kardinal Lehmann… Ich schließe mich gerne den Gedanken und Grüßen des Bischofs an. Sie sind ein wertvolles Dokument. Möge St. Martin in der Wegkapelle allezeit Schutzpatron der Kaunergrathütte im Pitztal und der Sektion Mainz des DAV sein!

Mit frohem Bergheil, Heiner Fleckenstein

Philipp Albert, Manfred Neuber, Peter Skoda