Langlauf im Südschwarzwald (24. - 28. Februar 2017)

Wie jedes Jahr war auch in diesem Winter ein verlängertes Langlaufwochenende über Fastnacht in Falkau im Südschwarzwald geplant. Lange war nicht klar, ob es aufgrund zu wenig Schnee überhaupt stattfinden kann.

Als wir am Freitagabend ankamen, sah es traurig aus ums Hotel Peterle: nur noch kleine braune Schneereste, wenn überhaupt. Ob wir richtig laufen können? Doch erstmal genossen wir das wie immer sehr gute Essen im Peterle, schon alleine deswegen lohnt sich der Aufenthalt dort.

Für unsere erste Tour am Samstag ging‘s mit dem Skibus zum Naturhaus am Feldberg. Hier sah es mit dem Schnee schon besser aus, wir hatten herrliches Wetter und wagten uns auf die Stübenwasenloipe. Der Schnee war ausreichend und die Loipe perfekt präpariert, es lief sich erstaunlich gut, vorbei an der Todtnauer Hütte zum Stübenwasen, dem höchsten Punkt der Skistrecke. Unterwegs beobachteten wir diesen prächtigen Auerhahn aus nächster Nähe, er war auf der Balz und ließ sich dabei auch von uns nicht stören.

Nach der Einkehr im Stübenwasen liefen wir weiter zum Notschrei und von dort in großem Bogen zurück auf die Stübenwasen- bzw. Panoramaloipe. Die letzten Meter waren recht anstrengend, es war schon spät und die Loipe mittlerweile sehr vereist, höchste Konzentration war beim Abfahren gefragt, aber wir haben es alle gut zum Skibus geschafft. Ein erster toller Tag lag hinter uns. Die Sauna und das anschließende Menü hatten wir uns redlich verdient.

Für den nächsten Tag war die Schauinsland-Loipe geplant. Diese ging erstaunlich gut, auch wenn wir auf einigen kurzen Passagen die Skier abschnallen mussten. Das Wetter war wieder top. Eine sehr schöne Loipe mit, wie der Name schon verspricht, tollen Aus- und Weitblicken, und wir waren alle froh, dass wir uns von den befürchteten schlechten Schneeverhältnissen nicht hatten abhalten lassen.

Am dritten Tag fuhren wir mit den Autos zum Feldberg und liefen mit den Skiern die Abfahrtspisten und Schlepplifte querend am Grafenmatt zu den Loipen um das Herzogenhorn. Hier zogen wir, Norbert immer voraus, quer durchs Gelände unsere Spuren, auf und ab durch einfach tollen Firnschnee. Vor allem die kleinen Abfahrten haben riesigen Spaß gemacht. Nach einer Pause im Leistungszentrum Herzogenhorn ging es, teils durchs Gelände, zurück zu den Autos. Es war ein schöner dritter Tag bei noch recht gutem Schnee und tollem Wetter.

Wir hatten bei diesen schlechten Schneeverhältnissen wirklich das Beste daraus gemacht und hatten drei sehr abwechslungsreiche Tage.

Text: Verena Rupf, Bilder: Norbert Geyer